Internationales Symposium Restrukturierung in Kufstein
Das Internationale Symposium Restrukturierung ist die größte grenzüberschreitende Fachtagung für Transformation & Turnaround im deutschsprachigen Raum. Seit dem Jahr 2012 treffen sich Persönlichkeiten aus verschiedenen Wirtschaftssektoren, um sich auszutauschen, zu vernetzen und ein immer wieder spannendes Tagungserlebnis bestehend aus Vorträgen und Paneldiskussionen von Top-Experten zu erleben.
Die 14. Auflage der Jahreskonferenz stand im Oktober 2025 unter dem Motto „Wo stehen wir?“ Die Angermann Gruppe engagierte sich mit der Angermann Consult & Valuation GmbH, der NetBid Industrie-Auktionen AG und der Nord Lesasing GmbH einmal mehr als Premiumpartner und war mit mehreren Restrukturierungsexperten aus den Unternehmensbereichen Sanierung & Restrukturierung, Distressed Real Estate (Angermann RE:solutions), Immobilienbewertung sowie Maschinen- und Anlagenverwertung vor Ort.
IN.PUNCTO sprach mit Prof. Dr. Markus W. Exler, Leiter des Instituts für Grenzüberschreitende Restrukturierung unter anderem über sein Netzwerk und wie er es schafft jedes Jahr hochkarätige Speaker zu engagieren und ein effektives Networking bei der außergewöhnlichen Veranstaltung zu ermöglichen.
Welchen Stellenwert hat Networking für Sie persönlich?
Ich freu mich, wenn Menschen auf mich zukommen. Ganz ehrlich, aktiv gehe ich auf andere nur zu, wenn ich dazu inspiriert bin und als Vorstand im BDU-Fachverband Unternehmensrestrukturierung nutze ich bei unseren Veranstaltungen und Treffen den persönlichen Austausch, um Neues zu erfahren.
Welche Möglichkeiten zum Networking nutzen Sie?
Anlässlich meiner Vorträge, bei Einladungen zu Konferenzen, Netzwerktreffen und semi-beruflichen Veranstaltungen im Netzwerkkreis.
Wie filtern Sie ihre Kontakte?
Nach sympathisch und weniger sympathisch.
Welche Rolle spielen soziale Medien?
Eine sehr wichtige Rolle; ich glaube sagen zu dürfen ich bin ein „LinkedIn-Junkie“.
Inwieweit helfen Ihnen Ihre Kontakte bei der Organisation der Jahreskonferenz und der Auswahl der Speaker?
Grundsätzlich versuche ich als Speaker Menschen für uns zu gewinnen, die typischerweise in unserer Restru-Community nicht auftreten. Dazu gehören Unternehmer und Geschäftsführer aus meinen Projekten oder spannende Menschen, denen ich unterjährig so begegne. Was mir hilft, ist meine operative Arbeit in den Projekten sowie die Neugierde an den Themen von Morgen zu arbeiten.
Wie ermitteln Sie ihre Leitthemen für die Konferenz?
Für ein Leitthema versuche ich den Zeitgeist aufzuspüren. Manchmal unterstützen auch die Sponsoren, die mit einer Idee auf mich zukommen.
Wie viel Zeit verwenden Sie auf die Pflege ihrer Kontakte?
Das ist eine Ganzjahresaufgabe, die ich jederzeit und überall wahrnehme und das auch sehr gerne
Die Logowand mit ihren Premiumpartnern ist beeindruckend. Welche Vorteile bietet ein Sponsoring und inwieweit hilft Ihnen Ihr Netzwerk bei der Akquise neuer Förderer?
Unsere Logowand ist vielleicht schon ein bisschen Kult. Ich bekomme jedes Jahr nach der Veranstaltung Anfragen, mit dem Signal auch dabei sein zu wollen. Da kokettiere ich auch manchmal mit der Rückseite der Wand. Der Vorabend in unserem Auracher Löchl ist ausschließlich den Premiumpartnern vorbehalten, die dann ihre eigenen Gäste einladen. Bei den Beratern sind da dann auch immer häufiger die Mandanten mit dabei. Insgesamt hat das dann mit der Einladung der eigenen Gäste „Wiesn-Charakter“ und auch das Mitgestalten des Events wird sehr geschätzt.
Inwieweit ist die Jahreskonferenz perfekt für Teilnehmer geeignet, neue Kontakte zu knüpfen und bestehende zu vertiefen?
Zum einen kommen sehr viele mit „Rang und Namen“ zu uns und zum anderen haben wir über die Jahre ein Format geschaffen, bei dem auch viele Unternehmer und Geschäftsführer zu uns finden. Deren Anteil liegt aktuell bei gut 20%.
Sie sind jedes Jahr ausgebucht. Warum ist die Jahreskonferenz für die Restrukturierungsbranche so interessant?
Da bin ich der Falsche, der gefragt wird. Velleicht gehört das mittlerweile zum guten Ton, bei uns vertreten zu sein - Kufstein, the place to be.
Haben Sie schon einmal überlegt, die Teilnehmerzahl weiter zu erhöhen?
Nicht wirklich, bei fast 500 sollte das doch reichen und zusätzlichen Platz haben wir sowieso nicht.
Nach welchen Kriterien wählen Sie die Experten für die Vorträge und Paneldiskussionen aus?
Spannend, mit Themen, die inspirieren; und nicht nur die üblichen alten Männer.
Inwiefern trägt das gute kulinarische Angebot zu einer perfekten Netzwerkatmosphäre bei?
Ja, in der Tat, das wird immer sehr gelobt und in der Kombination mit unserem Bewirtungspersonal, den Schülerinnen und Schüler der Hotelfachschule Kufstein ist das auch eine weitere Besonderheit bei uns.
Wissen Sie schon welches Thema 2026 in den Fokus der Veranstaltung rückt?
Unter dem Rahmenthema „Wie geht’s weiter?“ möchten wir über Humanoide Robotik, über den Einsatz von KI und Robotik in der industriellen Fertigung sowie über Grundsätzliches unserer Wirtschaft in Europa im Vergleich mit China und den USA sprechen.
Ihr grundsätzliches Credo heißt: Restrukturierung ist eine permanente Managementaufgabe.“ Inwiefern gilt das auch für die Organisation einer jährlichen Veranstaltung wie das Symposium in Kufstein?
Das trifft es auch bei uns bzw. bei mir. Die Organisation ist eine Ganzjahresaufgabe. Bis zum Jahresende finden die Gespräche mit den Veranstaltungspartnern statt. Im jeweils ersten Quartal eines neuen Jahres werden Themen und Speaker fixiert und ab dem zweiten Quartal startet dann in der Regel. die Vermarktung.
Wie schaffen Sie es, das Event Jahr für Jahr weiterzuentwickeln?
Nicht müde werden und meinen es läuft sowieso. Jedes Event muss neu gedacht werden, mit dem Spirit, dass es das erste Mal ist.
Website: Jahreskonferenz Symposium Restrukturierung
Diesen und weitere Artikel finden Sie in der aktuellen Ausgabe unseres Kundenmagazins: IN.PUNCTO NO. 28