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Berliner Büromarkt jagt den Umsatzrekord

Wieviel Quadratmeter Bürofläche wurden im 1. Halbjahr 2018 in Berlin vermietet?

Wieviel Quadratmeter Bürofläche wurde im 1. Halbjahr 2018 in Berlin vermietet. Vergleich mit den Vorquartalen 2014, 2015, 2016 und 2017.

Berlin, 29.06.2018 –  Die Dynamik auf dem Berliner Büromarkt bleibt ungebremst. Insgesamt belief sich im zweiten Quartal die Vermietungsleistung auf ca. 197.000 m². In Addition mit den ca. 215.000 m² Bürofläche aus dem ersten Jahresviertel beträgt der gesamte Flächenumsatz nach sechs Monaten ca. 412.000 m². Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einer Umsatzsteigerung von 3 %. Im Gegensatz zum ersten Halbjahr 2017, als das Ergebnis maßgeblich von drei Großanmietungen geprägt wurde, waren diesmal eine Vielzahl von kleineren Anmietungen für die hohe Vermietungsleistung verantwortlich. So wurden im Flächensegment zwischen 2.000 m² und 5.000 m² im Verlauf des zweiten Quartals nur 13 Mietverträge abgeschlossen. Über 5.000 m² wurde lediglich ein Abschluss gemeldet. Dieser wurde vom Energiekonzern Vattenfall mit ca. 29.900 m² in Tempelhof getätigt. „Der Büromarkt der Hauptstadt steuert auf eine neue Bestmarke zu, wenn im zweiten Halbjahr entsprechende Großanmietungen realisiert werden. Eine Vermietungsleistung für das Gesamtjahr von über 800.000 m² sollte aber in jedem Fall erreicht werden“, sagt Tibor Frommold, Vorstand der Angermann Real Estate Advisory AG Berlin.

Vollvermietung wird auf dem Berliner Büromarkt zur Realität

Freie Büroflächen sind in Berlin eine echte Seltenheit. So sank der Leerstand erneut und beträgt nur noch ca. 369.000 m². Bei einem Gesamtflächenbestand von ca. 21,7 Mio. m² entspricht dies einer historisch niedrigen Leerstandsquote von 1,7 %. „Eine Vollvermietung ist damit kein mögliches Szenario mehr, sondern bittere Realität für die Büromieter in Berlin. Besonders extrem gestaltet sich die Situation innerhalb des Berliner S-Bahn-Ringes. Freiwerdende Büroflächen kommen hier fast gar nicht mehr auf den Markt, sondern werden „unter der Hand“ sofort weitervermietet“, erklärt Frommold Eine Entspannung der Marktsituation durch Neubauprojekte wird auf lange Sicht ein frommer Wunsch bleiben. „Schon heute wird seitens der Büromieter auf Projektierungen zurückgegriffen, die erst 2021 realisiert werden. Projekte, die vorher auf den Markt kommen, sind bereits vermietet oder stehen kurz vor Abschluss“, ergänzt Frommold.

Mieten für Berliner Büros werden immer teurer

Ein Büro in Berlin hat für Unternehmen seinen Preis und der steigt. Auch im abgelaufenen Quartal waren höhere Büromieten die Folge aus dem Ungleichgewicht zwischen dem überaus knappen Angebot und der anhaltend hohen Nachfragesituation. So verzeichnete die Durchschnittsmiete im Westteil der City gegenüber dem Vorquartal einen Anstieg von 18,80 €/m² auf 20,40 €/m² und im Ostteil der City erhöhte sich der Wert von 18,50 €/m² auf 19,20 €/m². Auch die Spitzenmiete steigerte sich hier und beträgt 30,40 €/m² statt 29,80 €/m². Stabil blieb die Spitzenmiete hingegen im Westteil der City, wo sie stattliche 35,00 €/m² beträgt. „Für Branchenkenner verursacht die stetige Erhöhung der Büromieten durchaus ein mulmiges Gefühl, da viele der aufgerufenen Mietpreise unter rationalen Gesichtspunkten eigentlich nicht zu rechtfertigen sind und für die Unternehmen der Hauptstadt eine hohe finanzielle Belastung darstellen“, sagt Frommold.

Zehn größte Arbeitgeber in Berlin auf Expansionskurs

Im Standortranking war Berlin-Mitte mit einer Vermietungsleistung 112.000 m² einmal mehr der umsatzstärkste Bürostandort. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutet das Ergebnis ein Umsatzplus von 9 %. Dahinter folgen Charlottenburg mit ca. 64.800 m² sowie Tempelhof mit ca. 36.600 m². Anmietungsfreudigste Branchen waren im bisherigen Jahresverlauf die öffentliche Hand und der Tech-Sektor. Auch bei Start-ups und den großen Dax-Unternehmen war die Anmietungsrate hoch. „Aufgrund der guten wirtschaftlichen Lage bleiben die zehn größten Arbeitgeber der Hauptstadt weiter auf Expansionskurs und verzeichnen einen anhaltend hohen Bedarf nach neuen Büroflächen“, so Frommold.