1. Halbjahr 2016: Zahlen, Daten, Fakten zum Hannoveraner Büromarkt

Der Bedarf an Büroflächen bleibt in Hannover unverändert hoch. So verzeichnete die niedersächsische Landeshauptstadt im ersten Halbjahr 2016 einen Büroflächenumsatz von ca. 55.000 m². Damit bewegt sich das Ergebnis exakt auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Aufgrund der Vielzahl an Gesuchen, die sich derzeit in der Pipeline befinden, erscheint eine Vermietungsleistung von bis zu 130.000 m² für das Gesamtjahr realistisch. Damit würde das Ergebnis in etwa dem Durchschnittsniveau der vergangenen zehn Jahre entsprechen. Im Zuge der guten Nachfrage hat die Bereitschaft der Eigentümer, sogenannte Incentives zu gewähren, zunehmend nachgelassen. Dies gilt insbesondere für hochwertige Büroflächen in den zentralen Innenstadtlagen. Anders ist die Situation noch an den geringer nachgefragten Bürostandorten und bei weniger hochwertigen Büroflächen. Hier signalisieren die Vermieter durchaus Entgegenkommen und gewähren Incentives wie mietfreie Zeiten oder die Bezuschussung von Ausstattungs-, Ausbau- und Sanierungsmaßnahmen.

 

Erneuter Anstieg der Spitzenmiete

Die Spitzenmiete auf dem Hannoveraner Büromarkt konnte einmal mehr einen Anstieg verzeichnen. Verglichen mit vierten Quartal 2015 stieg der Wert von 14,30 €/m² auf ca. 14,80 €/m². Die Durchschnittsmiete blieb hingegen erneut stabil und beträgt somit weiterhin 10,40 €/m². Auch in den kommenden Monaten ist zu erwarten, dass die Spitzenmiete nachhaltig steigen und schon bald die 15-Euro-Marke erreichen wird.

 

Der Büroflächenleerstand beträgt in Hannover nach dem ersten Halbjahr 2016 ca. 237.000 m². Bei einem Gesamtflächenbestand von ca. 4.590.000 m² entspricht dies einer Leerstandsquote von 5,2 %. Beliebteste Bürolagen waren die City und die Cityrandlagen. Gerade in den zentralen Innenstadtlagen ist seit geraumer Zeit allerdings eine Verknappung des Büroflächenangebots, insbesondere bei großen zusammenhängenden Büroflächen, spürbar. Darüber hinaus verfügen der Großteil der neuen Projektentwicklungen weiterhin über eine hohe Vorvermietungsquote oder sind für eine Eigennutzung vorgesehen. Die anmietungsfreudigsten Branchen waren im bisherigen Jahresverlauf die öffentliche Hand sowie der Finanz- und Versicherungssektor.