Durch die zunehmende Mittelknappheit im Gesundheitswesen und den raschen medizinischen Fortschritt rücken wirtschaftliche Aspekte aller Leistungserbringer in den Mittelpunkt des Interesses. Es ist von entscheidender Bedeutung , wie sich die beteiligten Akteure (Kliniken – sei es im Akut - oder im Rehabilitationsbereich, Medizinische Versorgungszentren, aber auch Arztpraxen/ Praxisnetze, Krankenversicherungen und Investoren) in diesem immer härter werdenden Wettbewerb bewegen und neu ausrichten.
Eine verbesserte Integration bzw. Kooperation aller Versorgungsbereiche auf medizinischer, ökonomischer und organisatorischer Ebene ist eine zentrale Herausforderung. Daneben können sich Leistungserbringer nur dann am Markt behaupten, wenn Sie sich neue Umsatzfelder erschließen und die eigenen Leistungen kundenorientiert und effizient erbringen. Die Integrierte Versorgung nach § 140 ff. SGB V bietet neben den Modellvorhaben nach § 63 SGB V, sowohl den Leistungserbringern als auch den Krankenkassen die Möglichkeit ,sektorenübergreifend neue Versorgungsformen zu entwickeln. Trotzdem finden sich an den Schnittstellen zwischen ambulanter- und stationärer Versorgung immer noch erhebliche Reibungs- und Qualitätsverluste.
Eine wirkungsvolle Steuerung und Optimierung der Prozesse kann allerdings erst dann erfolgen, wenn die Übernahme medizinischer Verantwortung mit der Übernahme ökonomischer Verantwortung einhergeht.




